Alltag

Gefährlichem Stress im Alltag entgegenwirken

Stress kann positiv sein und uns motivieren, antreiben und Kraft geben. Langanhaltender, intensiver und überfordernder Stress ist aber eine Gefahr für die Gesundheit. Er wirkt sich sowohl körperlich als auch seelisch aus und löst von Herzerkrankungen bis hin zu Burnout alle erdenklichen Krankheiten aus. Deswegen ist es wichtig, Stress gar nicht erst aufkommen zu lassen oder ihm zumindest etwas entgegenzusetzen. Dieser Artikel stellt verschiedene Strategien vor, wie wirkungsvoll gegen Stress im Alltag vorgegangen werden kann.

Ein achtsames Leben führen

Körper und Geist eines Menschen haben ein feines Gespür dafür, wenn Stress so groß und heftig ist, dass er zu einer Gefahr für sie wird. Entsprechend reagieren sie frühzeitig und weisen auf ihre Überforderung hin. Es ist wichtig, solche Warnsignale ernst zu nehmen und nicht einfach zu ignorieren. Wer trotz körperlicher und seelischer Anzeichen einer Überforderung einfach immer weitermacht und sich weiter einem enormen Stress aussetzt, läuft Gefahr, ernsthafte Krankheiten zu erleiden. Durch einen achtsamen Lebensstil lässt sich das vermeiden.

Hierzu gehört, sich jeden Tag bewusst zu machen, wie es einem geht. Der Körper sollte nicht als Werkzeug verstanden werden, das man benutzen kann, sondern als Freund, den es zu schützen gilt. Das Verfahren, bei dem Stress durch Achtsamkeit reduziert wird, nennt sich „mindfulness-based stress reduction“. Hierbei werden vor allem Atemübungen genutzt, aber auch bewusste Pausen. Man tritt von seiner Arbeit und den Alltagsaufgaben einen Schritt zurück und fragt sich: „Was mache ich hier gerade?“ Durch solche Maßnahmen schult man das eigene Bewusstsein dafür, wie es einem geht und wie man sich fühlt. Sollten Stress und Unbehagen vorhanden sein, wird das deutlich und man kann etwas dagegen unternehmen.

Wellnessbehandlungen nutzen

Wellnessbehandlungen sind eine gute Möglichkeit, um sich zu entspannen und von Stress zu befreien. Ein erholsames Bad am Abend gibt beispielsweise neue Kraft und hilft dabei, zur Ruhe zu kommen und zu entspannen. Ebenso ist es möglich, sich massieren zu lassen. Bei einer Massage werden einerseits die Muskeln entspannt und der Körper befreit sich von zahlreichen Belastungen. Gleichzeitig entspannt die Seele und man kommt frischer und kreativer von einer Massage zurück, als man hingegangen ist.

Grundsätzlich ist es möglich, Wellness in den Alltag zu integrieren. Wenn aber die Kinder während eines Entspannungsbads an die Badezimmertür klopfen oder das Diensthandy während einer Massage ständig vibriert oder klingelt, reduziert das den Erholungseffekt enorm. Daher ist es eine gute Idee, solche Wellnessbehandlungen in einer neuen, außergewöhnlichen Umgebung in Anspruch zu nehmen. Ein Wellnesshotel in Südtirol, am besten Meran, bietet Erholung vom stressigen Alltag. Hier ist es möglich, zwischen verschiedenen Behandlungen die herrliche Natur rundum zu genießen und erholsame Spaziergänge zu machen.

Ausflüge und gemeinsame Reisen

Stress hat die unangenehme Eigenschaft, sich mit Menschen und Orten zu verknüpfen. Wenn uns ein Vorgesetzter oft schlecht behandelt und unter Stress setzt, genügt schon sein Anblick, um Stressreaktionen auszulösen, ohne dass er etwas sagt. Wenn wir uns in einem Arbeitsumfeld gestresst und unwohl fühlen, ist der ganze Körper bereits angespannt, wenn wir zur Bürotür hereintreten. Aber auch das eigene Zuhause kann, wenn es hier zum Beispiel im Rahmen der Kindererziehung oft stressig zugeht, Stress auslösen, ohne dass es hierfür einen konkreten Anlass gibt.

Bei einem Spaziergang am Strand verschwindet Stress angenehm schnell | Jacob Lund/shutterstock.com

Deswegen ist es bei der Stressreduktion empfehlenswert, das alltägliche Umfeld zu verlassen. Mit einem Ausflugs- oder Urlaubsort verbinden wir keine negativen Erfahrungen, weswegen sie keine Stressreaktionen auslösen. Bei einem Spaziergang am Meer, einer Bergwanderung oder einem Kaffee in der schönen Altstadt einer beeindruckenden Metropole fällt es uns leicht, Stress abzubauen und zu regenerieren. Hierbei sollte aber darauf geachtet werden, dass die Vorbereitung auf den Ausflug oder die Reise nicht so stressig wird, dass man vollkommen erschöpft und ausgebrannt am Ausflugsziel oder Urlaubsort ankommt.

Regelmäßige Zeiten für Sport einplanen

Sport ist hervorragend zur Stressreduktion geeignet. Stress ist vor allem eine innere Anspannung, die den Organismus lähmt und ausbremst. Beim Sport kann er sich von einer unangenehmen Anspannung befreien und den Stress quasi ausschwitzen. Zudem empfinden viele Menschen bei sportlichen Aktivitäten ein Glücksgefühl, das einen wichtigen Beitrag zur Stressreduktion leistet. Das bekannteste Beispiel hierfür ist das sogenannte Runner’s High. Nicht zuletzt befreit sich der Kopf beim Sport von lästigen Gedanken. Man konzentriert sich auf die Sporteinheiten, hört Musik oder genießt die herrliche Umgebung, in der man Sport treibt.

Es sollten daher feste Zeiten in den Alltag eingebaut werden, in denen Sport getrieben wird. Eine halbe Stunde morgens vor der Arbeit, ein paar Übungen in der Mittagspause, ein paar Einheiten etwa eine Stunde vor dem Schlafengehen… Sportliche Aktivitäten lassen sich meist gut in den Alltag integrieren. Der gewählte Sport sollte unbedingt zu den eigenen Vorlieben passen, damit man an den Übungen Freude hat und den Sport selbst nicht wiederum als stressig wahrnimmt.

Digital Detox

Das Internet bringt zahlreiche Vorteile, es kann aber auch stressig sein. Digitale Medien haben eine enorme Beschleunigung in unseren Alltag gebracht. Wir sind rund um die Uhr erreichbar, bekommen immer die aktuellen Nachrichten aufs Smartphone und nehmen teilweise in Echtzeit am Urlaub und an den Erlebnissen anderer Menschen teil. Speziell die sozialen Netzwerke können einen enormen Druck auf einen Menschen ausüben, weil er sich mit anderen vergleicht und sich gezwungen sieht, möglichst viel zu posten und zu teilen.

Ein Digital Detox meint, sich für einen bestimmten Zeitraum von digitalen Technologien zu befreien. Eine Woche lang wird das Smartphone nicht in die Hand genommen, nicht im Internet gesurft und kein Onlinespiel gespielt. So bleibt Zeit für mehr Achtsamkeit im Leben (s. Punkt 1), um zu prüfen, wie es einem selbst geht. Diese Zeit kann zudem für Entspannungsübungen genutzt werden, um so Ruhe zu finden und mehr Lebensfreude zu erfahren.

Fazit

Stress ist für die Gesundheit eines Menschen schädlich. Es ist nahezu unmöglich, negativen Stress komplett aus dem eigenen Leben zu verbannen. Allerdings kann durch gezielte Strategien dafür gesorgt werden, dass er sich in Grenzen hält und möglichst keine negativen Auswirkungen hat. Hierfür ist es wichtig, einen ganz eigenen Entspannungsplan zu entwickeln und zu prüfen, welche Maßnahmen einem besonders guttun. So steht einem stressarmen, glücklichen und gesunden Leben nichts mehr im Weg.

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