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Elterngeld für Zwillinge

Seit Mitte November 2013 steht es fest: Elterngeld wird nicht mehr je Geburt ausgezahlt, sondern je geborenem Kind. Dies bedeutet für viele Familien, die Chance auf eine Nachzahlung von Elterngeld (ab einem Elterngeldbezug im Jahr 2009 bis heute). Achtung: Die ersten Ansprüche verjähren Ende dieses Jahres (2013). Darauf weist die Bundesregierung im Rahmen einer Pressemitteilung hin.

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Seit Mitte November 2013 steht es fest: Elterngeld wird nicht mehr je Geburt ausgezahlt, sondern je geborenem Kind. Dies bedeutet für viele Familien, die Chance auf eine Nachzahlung von Elterngeld (ab einem Elterngeldbezug im Jahr 2009 bis heute).

Achtung: Die ersten Ansprüche verjähren Ende dieses Jahres (2013). Darauf weist die Bundesregierung im Rahmen einer Pressemitteilung hin.
Das Elterngeld ist dazu da, Familien finanziell zu unterstützen, wenn Mama oder Mama und Papa nach der Geburt der Zwillinge daheim bleiben, um die ersten Lebensmonate mit dem Nachwuchs zu verbringen.
Durch eine aktuelle Entscheidung des Bundessozialgerichts ergeben sich Änderungen für den Bezug von Elterngeld. Am 27. Juni 2013 hat das Gericht die Entscheidung getroffen, dass Eltern bei einer Zwillingsgeburt und einer Mehrlingsgeburt (Drillinge, Vierlinge usw.) nicht nur einen Elterngeldanspruch pro Geburt, sondern für jedes neugeborene Kind haben. Mit Datum vom 11. November 2013 haben die Behörden, die in den Bundesländern für die Ausführung des Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetzes verantwortlich sind, vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend entsprechende Anweisungen zur Umsetzung dieser Entscheidung für zurückliegende Elterngeldbezugszeiten erhalten.
Eltern haben nun die Chance, nicht erhaltene Beträge bei Ihrer Elterngeldstelle vor Ort zu beantragen. Hierzu reicht ein formloses Schreiben, in dem man um Überprüfung des Elterngeldes für seine Mehrlinge bittet. Diese zusätzlichen Elterngeldbeträge können Eltern auch für Zeiten vor dem 27. Juni 2013 geltend machen, ab dem 1. Januar 2009. Mit einem Überprüfungsantrag haben Sie zunächst alles Notwendige getan, um aktuelle und auch rückwirkend zusätzliche Ansprüche für Ihre Kinder geltend zu machen.
Das Elterngeld ersetzt das Erwerbseinkommen, das bei dem Elternteil, welches die Kinder zu Hause betreut, ausfällt. Hier wurde ein Mindestsatz von 300,00 EUR festgesetzt, welcher auch für nicht erwerbstätige Eltern gilt. Als Höchstsatz wurden 1.800,00 EUR monatlich festgesetzt. Bei Mehrlingsgeburten besteht dieser Elterngeldanspruch nun für jedes einzelne Mehrlingskind.
Zusätzlich zu dem Elterngeld, welches einkommensabhängig ist, erhalten Familien einen Mehrlingszuschlag von je 300,00 EUR für das zweite und jedes weitere Mehrlingskind.
Wenn ein Elternteil das monatliche Elterngeld für zwei oder mehr Kinder gleichzeitig bezieht, so wird das Elterngeld nur für das älteste Kind in voller Höhe gezahlt. Dieser Betrag wird dann auf die Elterngeldansprüche für die jüngeren Kinder angerechnet.
Beantragt man Elterngeld für das jüngere Zwillingskind, bleibt immer ein Betrag von der Anrechnung frei: Bei Zwillingen sind dies 2 x 300,00 EUR, bei Drillingen 3 x 300,00 EUR, bei Vierlingen 4 x 300,00 EUR usw.
Wenn ein Elternteil das Elterngeld im Monat nur für eines der Kinder nutzt und mit dem Elterngeld für Zwillinge aktuelle Beschluesse online bei TwinsworldElterngeld für das andere Kind „pausiert“, erhält es für dieses Kind in voller Höhe den einkommensabhängigen Elterngeldbetrag plus die Mehrlingszuschläge von je 300,00 EUR je Mehrlingskind. Würde in dieser Zeit der andere Elternteil auch zu Hause bleiben, könnte dieser in dem Monat das Elterngeld parallel erhalten.
Das Elterngeld können Eltern nur innerhalb der ersten 14 Lebensmonate der Kinder beziehen. Beide Eltern haben gemeinsam 12 Monatsbeträge an Elterngeld für jedes ihrer Mehrlingskinder. Pro Kind können dann noch 2 zusätzliche Partnermonate genommen werden. Dann haben Eltern statt 12 sogar 14 Elterngeld-Monatsbeträge für jedes ihrer neugeborenen Kinder. Mutter und Vater können diese Monatsbeträge untereinander aufteilen. Jeder Elternteil kann mindestens 2 und höchstens 12 Monatsbeträge Elterngeld erhalten.
Das Mutterschaftsgeld, das eine Mutter nach der Geburt erhält, wird auf das Elterngeld für alle Kinder angerechnet. Die Monate, in denen Mutterschaftsleistungen bezogen werden, gelten als Elterngeldmonate der Mutter. Diese Monate verringern die Zahl der möglichen Elterngeld-Monatsbeträge, die die Eltern untereinander aufteilen können. Der Mutterschutz nach der Geburt dauert bei Zwillings- oder Mehrlingsgeburten 12 Wochen. Werden Zwillinge oder Mehrlinge zu früh geboren, verlängert sich die Mutterschutzfrist und somit wird der Bezug des Elterngeldes verkürzt (da das Elterngeld bei der Geburt anfängt die Monate zu zählen).
Um das Elterngeld zu erhalten, muss jeder Elternteil für sich einen Elterngeldantrag bei der Elterngeldstelle vor Ort stellen. Die Eltern müssen untereinander aufteilen, wer von beiden das Elterngeld in welchen Monaten für welches Mehrlingskind beziehen möchte. Diese Aufteilung muss im Elterngeldantrag angegeben werden.
Wenn Sie das Elterngeld ab dem 1. Januar 2009 für Ihre Zwillinge bezogen haben, können Sie nun rückwirkend einen Antrag stellen für das Elterngeld des jüngeren Kindes.
Bei der Beantragung für rückwirkende zusätzliche Elterngeldansprüche können folgende Hinweise helfen:

  • Der Elterngeldbescheid und die bereits ausgezahlten Elterngeldbeträge bleiben unverändert. Das bereits gezahlte Elterngeld wird in der Regel dem älteren Mehrlingskind zugeordnet.
  • Für die jüngeren Mehrlingskinder bestehen nun zusätzliche Elterngeldansprüche.
  • Zusätzliches Elterngeld muss vom jeweiligen Elternteil für sich beantragt werden. Geht es um Monate, in denen der jeweilige Elternteil kein Elterngeld hatte, müssen in diesen Monaten die allgemeinen Voraussetzungen für den Elterngeldanspruch vorgelegen haben (zum Beispiel keine Erwerbstätigkeit von mehr als 30 Wochenstunden).

Für die rückwirkende Elterngeldzahlung gibt es sozialgesetzlich einen Stichtag: Danach sind nur Anträge für Bezugszeiten ab dem 1. Januar 2009 möglich: Bei Antragseingang bis zum 31. Dezember 2013 können zusätzliche Elterngeldbeträge rückwirkend für Zeiten ab dem 1. Januar 2009 gezahlt werden. Bei Antragseingang bis zum 31. Dezember 2014 können zusätzliche Elterngeldbeträge rückwirkend für Zeiten ab dem 1. Januar 2010 gezahlt werden.

In entsprechender Anwendung des § 44 Abs. 4 SGB X wird das Elterngeld längstens für einen Zeitraum von bis zu vier Jahren vor der nachträglichen Beantragung erbracht. Maßgeblich für die Berechnung dieser Frist ist das Eingangsdatum des nachträglichen Antrags der berechtigten Person. Wegen der Gestaltungsmöglichkeiten bei der Aufteilung der Elterngeld-Bezugsmonate ist die entsprechende Bescheidung nur auf Antrag der berechtigten Person möglich.
Entsprechend der Regelung des § 44 Abs. 4 Satz 2 und 3 SGB X wird die Vier-Jahres-Frist von Beginn des Jahres an gerechnet, in dem die Gewährung weiterer Elterngeldansprüche für den bzw. die anderen Mehrlinge beantragt wurde.
Zur Fristwahrung genügt zunächst ein schriftlicher Hinweis an die Elterngeldstelle, dass Elterngeldansprüche für weitere Mehrlingskinder geltend gemacht werden.
Quellen: http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/Service/themen-lotse,did=202246.html, Bundesregierung online
Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an die Elterngeldstelle in Ihrer Nähe oder schauen online unter: http://www.elterngeld.net/
Achtung: Die oben stehenden Informationen dienen der Hilfestellung und stellen keine rechtliche Beratung dar. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität kann keine Gewähr übernommen werden.

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